Leiten & Führen von Kinder- und Jugendverbänden

Worum geht es?

„Was haben DIE sich nur dabei gedacht“ … ist eine Anfrage an die Gründerväter und Gründermütter der heutigen Kinder- und Jugendverbände. Diese Gründergeneration legte Grundsätze fest, auf denen im Kern die heutige Verbandsausrichtung noch steht. Die Kenntnis dieser Zielsetzungen und insbesondere deren Hintergründe erleichtern und ermöglichen das Leiten & Führen eines Jugendverbandes erheblich.

Neben den Werten wie Demokratie und der demokratische Verbandsaufbau sind dies Solidarität, Pluralität, Interkulturalität, Humanität und gegenseitiger Respekt. Aber auch die Orientierung der Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen im Verband und der Anspruch, ihre – und die Bedürfnisse und Interessen aller jungen Menschen in der Bundesrepublik – in Politik und Öffentlichkeit zu vertreten, sind wichtige Grundlagen. Dies soll und muss – nach den Vorstellungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes – in der Eigenverantwortung der Jugendverbände und darüber hinaus sogar abgesichert durch ein „satzungsgemäßes Eigenleben“ erfolgen. „In Jugendverbänden (…) wird Jugendarbeit von jungen Menschen selbst organisiert, gemeinschaftlich gestaltet und mitverantwortet“ sagt das Kinder- und Jugendhilfegesetz dazu.

Ziele und Inhalte

  • Woher kommt der Anspruch nach eigenständigen Kinder- und Jugendverbänden?
  • Ist eine parteiliche Ausrichtung der verbandlichen Praxis an die Bedürfnisse der Kinder & Jugendlichen im Verband (und „aller“ Kinder und Jugendlichen) möglich?
  • Was sind Träger der freien Jugendhilfe und warum sind Jugendverbände als solche anerkannt (rechtliche Ansatzpunkte)?
  • Was kann ein Kinder- und Jugendverband durch konsequente Eigenständigkeit gewinnen? Kann auch etwas verloren gehen?
  • Die „gelebte Eigenständigkeit“ – in der Praxis der AGJVH7: Wie sieht die partizipative Praxis in den Jugendverbänden konkret aus? Wie ist die Eigenständigkeit strukturell jeweils beschrieben?
  • Was ist „richtig und vertretbar“ für uns als verantwortliche Entscheider/innen in den Jugendverbänden? Was erachten wir persönlich als guten Weg, wo steht nach unserer Einschätzung „unser“ Verband?
  • Können wir uns selber ein Zeugnis für die Eigenständigkeit unseres Jugendverbandes ausstellen? Nach welchen Kriterien könnten wir in den einzelnen Schwerpunkten Noten vergeben?

Zielgruppe

Alle interessierten ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiter/innen der Jugendverbände der Hilfsorganisationen, die auf Landes- und Bundesebene in Entscheidungsgremien mitarbeiten. Also für das Führen & Leiten im Kinder- und Jugendverband direkt Verantwortung tragen.

Referent/innen:

Matthias Sammet. Geschäftsführer des Bundes der deutschen Landjugend (BDL) und langjähriger Vorsitzender der Kinder- und Jugendplankommission des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR). Er ist mit der Förderlandschaft der Kinder- und Jugendhilfe und damit auch den Anforderungen, wie sie sich aus dem Kinder- und Jugendhilferecht ergeben, bestens vertraut.

Weitere Details

Teilnehmer/innen-Zahl:

max. 21 Teilnehmer/innen aus allen Jugendverbänden der Hilfsorganisationen (3 Teilnehmende je Verband)

Start:

Freitag, 02.02.2018, 18.00 Uhr mit dem gemeinsamen Abendessen und einem Einstieg ins Thema um 20.00 Uhr

Ende:
Sonntag, 04.02.2018 nach dem Mittag, ca. 13.00 Uhr

Ort:

Lutherstraße 2, 36251 Bad Hersfeld

Anmeldung:

Anmeldungen sind unter anmeldung@dlrg-jugend.de möglich.
Anmeldeschluss ist der 18.12.2017.

Kosten:

Die Teilnahmegebühr beträgt 30,- Euro.

Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern. Sollte eine Einzelzimmerbelegung gewünscht sein bitten wir, dies bei der Anmeldung zu vermerken. Der Einzelzimmerzuschlag muss vom Teilnehmenden selbst getragen werden.

Veranstalter:

Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der sieben Jugendverbände der Hilfsorganisationen (AGJVH7).

Veranstaltungsleitung:

Stephanie Lindemann, THW-Jugend

Klaus Groß-Weege, DLRG-Jugend

Noch Fragen?

Die Kolleg/innen der Bundesgeschäftsstelle eures Verbandes geben gerne Auskunft.